Wo geht der Strom hin?
Im typischen Indoor-Grow entfallen rund 60–75 % des Stromverbrauchs auf die Beleuchtung. Der Rest verteilt sich auf Klimatechnik (15–25 %), Belüftung (5–10 %) und alles andere. Wer Energie sparen will, muss also zuerst bei der Beleuchtung ansetzen.
Typische Verbrauchsverteilung
Die 5 wichtigsten Maßnahmen
HPS auf LED umstellen
Hohe WirkungModerne LED-Panels liefern bei 600W die gleiche PPFD wie HPS mit 1000W. Das sind 40 % Einsparung allein bei der Beleuchtung — bei gleicher oder besserer Pflanzenreaktion dank optimiertem Spektrum. Amortisation bei typischen Strompreisen: 18–30 Monate.
Dimmer und Photoperioden optimieren
MittelViele Grower lassen Lampen auf 100 % laufen, obwohl weniger ausreicht. Mit DLI-Steuerung und Dimmer lässt sich der Verbrauch um weitere 10–20 % senken.
Klimaanlage bedarfsgeregelt betreiben
MittelKlimaanlagen, die nur laufen wenn nötig (VPD-gesteuert statt Dauerbetrieb), sparen je nach Ausgangssituation 20–35 % des Klimaverbrauchs.
Abluft mit Frequenzumrichter
GeringAbluftmotoren mit FU laufen drehzahlgeregelt statt mit voller Leistung. Einsparung: 15–30 % des Lüftungsverbrauchs.
Verbrauch messen und analysieren
Basis für allesOhne Metering kein gezieltes Einsparen. Smarte Steckdosen oder DIN-Schienen-Stromzähler je Verbraucher ermöglichen gezielte Optimierung.
Beispielrechnung: 600W-Raum
| Szenario | Licht | Klima | Monat (€) |
|---|---|---|---|
| Vorher: HPS + Dauerklima | 1000W HPS | Dauerbetrieb | ~140 € |
| Nachher: LED + bedarfsgeregelt | 600W LED | VPD-geregelt | ~75 € |
| Einsparung | –40 % | –35 % | ~65 € / Monat |
*Beispielwerte bei 0,35 €/kWh, 18/6-Lichtphase, 30 Tage. Individuelle Werte hängen von Anlage und Auslastung ab.