Weniger Strom.
Gleicher Ertrag.

Wo die echten Einsparpotenziale liegen — mit Zahlen, nicht mit Marketingversprechen.

Energie 10 Min. Lesezeit 1. Februar 2026

Wo geht der Strom hin?

Im typischen Indoor-Grow entfallen rund 60–75 % des Stromverbrauchs auf die Beleuchtung. Der Rest verteilt sich auf Klimatechnik (15–25 %), Belüftung (5–10 %) und alles andere. Wer Energie sparen will, muss also zuerst bei der Beleuchtung ansetzen.

Typische Verbrauchsverteilung

Beleuchtung 65 %
Klimatechnik 20 %
Belüftung/Abluft 10 %
Sonstiges 5 %

Die 5 wichtigsten Maßnahmen

HPS auf LED umstellen

Hohe Wirkung

Moderne LED-Panels liefern bei 600W die gleiche PPFD wie HPS mit 1000W. Das sind 40 % Einsparung allein bei der Beleuchtung — bei gleicher oder besserer Pflanzenreaktion dank optimiertem Spektrum. Amortisation bei typischen Strompreisen: 18–30 Monate.

Dimmer und Photoperioden optimieren

Mittel

Viele Grower lassen Lampen auf 100 % laufen, obwohl weniger ausreicht. Mit DLI-Steuerung und Dimmer lässt sich der Verbrauch um weitere 10–20 % senken.

Klimaanlage bedarfsgeregelt betreiben

Mittel

Klimaanlagen, die nur laufen wenn nötig (VPD-gesteuert statt Dauerbetrieb), sparen je nach Ausgangssituation 20–35 % des Klimaverbrauchs.

Abluft mit Frequenzumrichter

Gering

Abluftmotoren mit FU laufen drehzahlgeregelt statt mit voller Leistung. Einsparung: 15–30 % des Lüftungsverbrauchs.

Verbrauch messen und analysieren

Basis für alles

Ohne Metering kein gezieltes Einsparen. Smarte Steckdosen oder DIN-Schienen-Stromzähler je Verbraucher ermöglichen gezielte Optimierung.

Beispielrechnung: 600W-Raum

Szenario Licht Klima Monat (€)
Vorher: HPS + Dauerklima 1000W HPS Dauerbetrieb ~140 €
Nachher: LED + bedarfsgeregelt 600W LED VPD-geregelt ~75 €
Einsparung –40 % –35 % ~65 € / Monat

*Beispielwerte bei 0,35 €/kWh, 18/6-Lichtphase, 30 Tage. Individuelle Werte hängen von Anlage und Auslastung ab.

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